YouTube testet DMs: Was das für Creator bedeutet

DMs auf YouTube? Ja, und zwar bald.
Seit Jahren fragen sich Creator, Community Manager und Agenturen: Warum gibt es auf YouTube keine Direktnachrichten? Während Plattformen wie Instagram, TikTok oder sogar Threads private Chats ermöglichen, war YouTube bisher ein öffentlicher Raum – mit Kommentaren, aber ohne direkten Austausch.
Jetzt soll sich das ändern. Am 18. November 2025 kündigte YouTube an, dass DMs zur Plattform zurückkehren – und testet die Funktion in einer ersten Phase.
Was wurde angekündigt?
YouTube bringt natives Messaging zurück, zunächst in einem begrenzten Test. Ziel ist es, dass sich Nutzer wieder direkt auf der Plattform per DM austauschen können, ohne Umwege über WhatsApp, Telegram oder Instagram DMs.
- Testländer: Irland und Polen
- Nur für Nutzer ab 18 Jahren
- Fokus: Videos teilen und direkt darüber sprechen
Warum verschwand das alte Postfach?
YouTube hatte bereits 2017 eine Chatfunktion eingeführt, stellte sie aber 2019 wieder ein. Der Grund dafür war damals, dass das Feature zu wenig genutzt und schwer zu moderieren war. Vor allem spielten Bedenken rund um die Sicherheit von Minderjährigen eine große Rolle.
Seitdem mussten Nutzer YouTube verlassen, um sich privat auszutauschen. Das neue System soll genau das ändern – mit mehr Kontrolle, besserer Moderation und höherer Nutzerfreundlichkeit.
Was kann geteilt werden?
Nutzer im Test können Folgendes direkt per DM teilen:
- YouTube-Videos
- Shorts
- Livestreams
So bleiben Gespräche dort, wo der Content lebt – im YouTube-Ökosystem.
Wie funktioniert das neue Messaging?
Schritt 1: Einladung versenden
Um jemanden zu kontaktieren, brauchst du eine Einladung:
- In der mobilen App auf die Glocke tippen
- „Teilen“ auswählen
- Einladungslink generieren
- Link senden – nach Bestätigung wird der Kontakt zur Liste hinzugefügt
Schritt 2: Nachricht verschicken
- Ein Video, Short oder einen Stream öffnen
- „Teilen“ antippen
- Einen Kontakt auswählen
- Nachricht schreiben und absenden
Schritt 3: Nachrichten verwalten
- DMs findest du im Benachrichtigungsbereich oder in einem eigenen Tab
- Nachrichten können zurückgezogen oder gelöscht werden
Datenschutz & Moderation: YouTube scannt mit
YouTube macht klar: Wer DMs nutzt, stimmt zu, dass Inhalte automatisch überprüft werden. Anders als bei WhatsApp sind Nachrichten nicht Ende-zu-Ende-verschlüsselt. Ziel ist es, Richtlinienverstöße wie Hassrede oder Belästigung frühzeitig zu erkennen.
Für Creator bedeutet das: ein moderierter, professioneller Raum mit geringerem Risiko für toxische Kommunikation.
Warum das wichtig ist – besonders für Social-Media-Profis
1. Nutzer bleiben auf YouTube
Jede DM-Funktion reduziert Reibung. Statt die Plattform zu verlassen, um ein Video zu teilen, passiert alles direkt vor Ort.
2. Kürzere Wege zur Conversion
Ein Zuschauer mit einer Frage zum Produkt? Statt auf einen Link zu klicken, kann er jetzt direkt schreiben. Weniger Klicks = höhere Chance auf echte Leads.
3. Private Feedback-Schleifen
Nicht jede Kritik gehört in die Kommentare. Private Nachrichten schaffen Raum für Support, Kooperationen und ehrliches Feedback.
4. Besserer Workflow für Agenturen
Wer Kampagnen steuert, weiß: Kommunikation über mehrere Plattformen ist fehleranfällig. Native DMs ermöglichen klare, kanalinterne Abstimmung.
So bereitest du dich vor – mit Metricool im Rücken
YouTube wird sozialer. Und damit wird es noch wichtiger, zu wissen, was hinter deinen Inhalten passiert.
Was du mit Metricool jetzt schon tun kannst:
- Engagement analysieren: Welche Inhalte werden geteilt oder gespeichert?
- Zielgruppen verstehen: Wer folgt dir genau?
- Workflows steuern: Planung und Veröffentlichung bleiben konsistent, damit dein Content Gesprächsanlässe schafft.
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FAQ
Wann kommt die Funktion global?
Noch unklar – der aktuelle Test hilft YouTube, rechtliche und technische Fragen zu klären.
Werden meine Nachrichten gelesen?
Nicht von Menschen, sondern automatisiert – zur Einhaltung der Community-Richtlinien.
Wird es wie WhatsApp sein?
Nein. Der Fokus liegt auf Content-Sharing und moderierter Kommunikation – weniger Chat, mehr Kontext.
Muss ich etwas tun?
Noch nicht. Aber wenn du eine aktive Community auf YouTube hast, lohnt es sich, dein Team vorzubereiten.