Instagram führt neue Kennzeichnung für KI-Profile ein

Natalia May Natalia May 10 September 2026
instagram AI-generated profile label

Instagram überarbeitet seine Kennzeichnung für KI-generierte Profile. Das bisherige Label KI-Creator heißt künftig KI-generiertes Profil. Doch nicht nur der Name ändert sich: Wer eine KI-generierte Person auf seinem Profil zeigt und auf die Kennzeichnung verzichtet, muss künftig mit Einschränkungen bei der Reichweite rechnen.

Was sich ändert

Die Kennzeichnung selbst ist nicht neu: Instagram testet sie bereits seit Anfang des Jahres. Neu sind der Name und die möglichen Folgen für Profile, die sie nicht verwenden. Ab sofort müssen Profile, die eine vollständig oder größtenteils KI-generierte Person zeigen, mit KI-generiertes Profil gekennzeichnet werden.

Verwendest du bereits das bisherige Label KI-Creator, wird es automatisch umbenannt. Anschließend kannst du bestätigen, dass die Kennzeichnung weiterhin auf dein Profil zutrifft, oder sie entfernen.

Wichtig ist dabei die Unterscheidung zwischen einem KI-generierten Profil und einzelnen Inhalten, die mithilfe von KI erstellt oder bearbeitet wurden. Bearbeitest du beispielsweise ein Foto mit KI, optimierst eine Bildunterschrift oder erstellst eine Grafik, brauchst du deshalb nicht automatisch dieses Profil-Label. Es ist für Accounts vorgesehen, bei denen die dargestellte Person nicht real, sondern KI-generiert ist.

Credit: Meta

Ohne Kennzeichnung kann die Reichweite eingeschränkt werden

Profile mit einer KI-generierten Person, die nicht entsprechend gekennzeichnet sind, können künftig von Instagram in ihrer Reichweite eingeschränkt werden. Erkennt Instagram ein solches Profil, wird der Account darüber informiert. Im Account-Status kannst du außerdem sehen, wenn deine Inhalte nicht mehr für Empfehlungen infrage kommen.

In diesem Fall hast du zwei Möglichkeiten:

  • Kennzeichnung hinzufügen: Aktiviere das Label KI-generiertes Profil, wenn es auf deinen Account zutrifft.
  • Einspruch einlegen: Wurde dein Profil deiner Meinung nach fälschlicherweise als KI-generiert eingestuft, kannst du gegen die Entscheidung Einspruch einlegen.

Betreibst du einen Account mit einer KI-generierten Person, solltest du deshalb prüfen, ob die Kennzeichnung für dein Profil erforderlich ist. So vermeidest du, dass deine Reichweite aufgrund eines fehlenden Labels eingeschränkt wird.

Warum führt Instagram die Kennzeichnung ein?

KI-generierte Personen sehen immer realistischer aus und sind auf den ersten Blick nicht immer von echten Menschen zu unterscheiden. Mit der neuen Kennzeichnung soll deshalb klarer erkennbar sein, wenn hinter einem Profil keine reale Person steht.

Auch Meta beschäftigt sich zunehmend mit der Frage, wie Nutzer echte und KI-generierte Profile unterscheiden können. Facebook hat beispielsweise eine Kennzeichnung eingeführt, mit der sich authentische Profile leichter von Bots und anderen unechten Accounts unterscheiden lassen.

Gleichzeitig werden KI-generierte Inhalte auch von Social-Media-Profis kritischer bewertet. Laut der KI-Studie von Metricool ist der Anteil der Befragten, die angeben, dass KI-generierter Content schlechter performt als Content ohne KI, innerhalb eines Jahres von 5 % auf 14 % gestiegen.

Für Plattformen wird Transparenz damit wichtiger: Nutzer sollen erkennen können, ob sie mit einer realen Person oder einer KI-generierten Persona interagieren.

Was das für deine Strategie bedeutet

Wenn du einen Account mit einer KI-generierten Persona oder einem virtuellen Avatar betreibst, solltest du prüfen, ob die neue Kennzeichnung für dein Profil erforderlich ist.

  • Prüfe deine Profileinstellungen: Trifft die Kennzeichnung auf deinen Account zu, aktiviere das Label KI-generiertes Profil.
  • Unterscheide zwischen Profil und Content: Nur weil du KI für die Bearbeitung von Bildern, Bildunterschriften oder Grafiken verwendest, brauchst du nicht automatisch das Label KI-generiertes Profil.
  • Behalte deinen Account-Status im Blick: Wird die Reichweite deines Profils eingeschränkt, kannst du dort prüfen, ob dein Account aufgrund einer fehlenden KI-Kennzeichnung nicht mehr für Empfehlungen infrage kommt.

Für Accounts mit KI-generierten Personen wird Transparenz damit noch wichtiger. Mit der neuen Regel macht Instagram die korrekte Kennzeichnung zu einer Voraussetzung dafür, weiterhin für Empfehlungen infrage zu kommen.

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