Kurzvideos 2026: TikTok, Instagram Reels und YouTube Shorts im Vergleich

Kurzvideos funktionieren nicht überall gleich. Ob du auf TikTok, Instagram Reels oder YouTube Shorts postest, kann einen deutlichen Unterschied bei Aufrufen und Interaktionen machen.
Für unsere Kurzvideo-Studie 2026 haben wir mehr als 6 Millionen Videos von über 375.000 Accounts auf TikTok, Instagram und YouTube analysiert. Die vollständige Studie kannst du dir hier kostenlos herunterladen:
Die Daten zeigen: TikTok erzielt die größte Reichweite, Instagram die meisten Interaktionen und YouTube Shorts liegen bei beiden Kennzahlen zurück. Wie groß die Unterschiede sind, hängt allerdings stark von der Größe deines Accounts ab.
Denn welche Plattform am besten funktioniert, hängt auch davon ab, wie groß dein Account ist. TikTok, Instagram Reels und YouTube Shorts schneiden bei kleinen und großen Accounts teilweise sehr unterschiedlich ab. Schauen wir uns diese Unterschiede genauer an.
TikTok führt bei den Aufrufen von Kurzvideos
Wenn du mit Kurzvideos möglichst viele Aufrufe erzielen möchtest, liegt TikTok klar vorn. Laut unserer Kurzvideo-Studie kommen TikTok-Videos im Durchschnitt auf mehr als 32.000 Aufrufe pro Video. Das sind rund 46 % mehr als bei Instagram Reels und 518,3 % mehr als bei YouTube Shorts.
TikTok bietet damit von den drei untersuchten Plattformen das größte Potenzial, mit einem einzelnen Kurzvideo viele Aufrufe zu erzielen.
Doch viele Aufrufe bedeuten nicht automatisch viele Reaktionen. Bei Kommentaren, Shares und Engagement sieht der Vergleich deshalb ganz anders aus.

Instagram Reels erzielen die meisten Interaktionen
Bei den Aufrufen liegt TikTok vorn, bei den Interaktionen dagegen Instagram. Reels erhalten pro Video die meisten Kommentare und Shares und erzielen von den drei Plattformen die höchste Engagement-Rate. TikTok sorgt also für mehr Aufrufe, während Nutzer auf Instagram stärker mit den Inhalten interagieren.
Wenn du als Creator oder Marke nicht nur Reichweite erzielen, sondern auch den Austausch mit deiner Community fördern möchtest, ist Instagram deshalb besonders interessant.
YouTube Shorts liegen hinter TikTok und Instagram Reels
Im direkten Vergleich mit TikTok und Instagram Reels schneiden YouTube Shorts bei den meisten untersuchten Kennzahlen schwächer ab. Das zeigt sich nicht nur bei einzelnen Accounts: Über fast alle Account-Größen hinweg erzielen Shorts weniger Aufrufe und Interaktionen.
Für deine Kurzvideo-Strategie sind vor allem zwei Kennzahlen wichtig:
- Weniger Aufrufe: YouTube Shorts kommen im Durchschnitt auf deutlich weniger Aufrufe pro Video als TikTok und Instagram Reels.
- Weniger Interaktionen: Auch bei Kommentaren und Shares liegen Shorts hinter den beiden anderen Plattformen.
Das heißt nicht, dass du YouTube Shorts aus deiner Strategie streichen solltest. Wenn du aber entscheiden musst, welche Kurzvideo-Plattform aktuell die besten Chancen auf Aufrufe und Interaktionen bietet, sprechen die Daten eher für TikTok und Instagram.
Wie groß die Unterschiede sind, hängt allerdings auch von deiner Account-Größe ab. Genau das schauen wir uns als Nächstes an.
Welche Kurzvideo-Plattform am besten performt, hängt von deiner Account-Größe ab
Die Durchschnittswerte zeigen nur einen Teil des Bildes. Denn TikTok, Instagram Reels und YouTube Shorts schneiden je nach Account-Größe unterschiedlich ab. Welche Kurzvideo-Plattform für dich am besten funktioniert, hängt deshalb auch davon ab, wie groß deine Community ist.
Tiny-Accounts: TikTok erzielt die meisten Aufrufe
Bei Tiny-Accounts mit weniger als 2.000 Followern liegt TikTok klar vorn. Die Videos erzielen dort fast doppelt so viele Aufrufe wie YouTube Shorts und auch mehr als Instagram Reels.
Wenn du noch am Anfang stehst und mit Kurzvideos möglichst viele Aufrufe erzielen möchtest, ist TikTok damit von den drei Plattformen die beste Wahl.
Die hohen Aufrufzahlen zeigen, dass TikTok auch für kleine Accounts interessant ist, die mit ihren Kurzvideos neue Nutzer erreichen möchten.

Small-Accounts: TikTok bei den Aufrufen, Instagram beim Engagement
Auch bei Accounts mit 2.000 bis 10.000 Followern liegt TikTok bei den Aufrufen vorn und erzielt fast 1,7-mal so viele wie Instagram Reels. Bei den Interaktionen dreht sich das Bild jedoch: Instagram kommt insgesamt auf mehr Interaktionen und doppelt so viele Shares.
Für Small-Accounts gilt damit: TikTok erzielt mehr Aufrufe, Instagram das höhere Engagement.
Medium-Accounts: Instagram Reels sorgen für die meisten Kommentare
Bei Accounts mit 10.000 bis 100.000 Followern wird der Unterschied beim Engagement noch deutlicher. Instagram Reels erhalten im Durchschnitt 21 Kommentare pro Video – fast viermal so viele wie YouTube Shorts von vergleichbar großen Accounts.
Auch hier zeigt sich: Viele Aufrufe bedeuten nicht automatisch viele Reaktionen. Bei Medium-Accounts punktet Instagram vor allem beim Austausch mit der Community.

Big-Accounts: TikTok bei den Aufrufen, Instagram beim Engagement
Bei Accounts mit 100.000 bis 1 Million Followern wird der Vorsprung von TikTok bei den Aufrufen besonders deutlich: Videos kommen dort auf fast 93.000 Aufrufe – rund 2,6-mal so viele wie YouTube Shorts und deutlich mehr als Instagram Reels.
Bei Engagement, Kommentaren und Shares liegt dagegen Instagram vorn. Bei den gesamten Interaktionen liegen TikTok und Instagram sogar fast gleichauf: TikTok kommt auf 3.052,56 Interaktionen pro Video, Instagram auf 3.048,51.
Für Big-Accounts hängt die Wahl der Plattform damit vor allem vom Ziel ab: TikTok liegt bei den Aufrufen vorn, Instagram bei Engagement, Kommentaren und Shares.

Huge-Accounts: Instagram übernimmt bei den Aufrufen die Führung
Bei Accounts mit mehr als 1 Million Followern ändert sich das Bild: Instagram Reels überholen TikTok erstmals bei den Aufrufen. Auch bei Kommentaren und Shares liegt Instagram in dieser Account-Größe vorn. Bei den gesamten Interaktionen führt dagegen weiterhin TikTok.
Die Ergebnisse im Überblick:
- Aufrufe: Instagram liegt vor TikTok
- Kommentare: Instagram liegt vorn
- Shares: Instagram liegt vorn
- Interaktionen: TikTok liegt vor Instagram und YouTube Shorts
Huge-Accounts sind damit die einzige untersuchte Account-Größe, bei der Instagram Reels mehr Aufrufe erzielen als TikTok. Welche Plattform bei Kurzvideos vorn liegt, hängt also nicht nur von der Kennzahl ab, sondern auch davon, wie groß dein Account ist.
TikTok, Instagram Reels oder YouTube Shorts: Welche Plattform ist die beste?
Einen klaren Gewinner gibt es nicht. Welche Kurzvideo-Plattform für dich am besten funktioniert, hängt davon ab, was du erreichen möchtest und wie groß dein Account ist.
- Du möchtest möglichst viele Aufrufe erzielen? TikTok liegt über alle Account-Größen hinweg insgesamt vorn.
- Du möchtest mehr Engagement und Austausch? Instagram Reels führen bei Kommentaren, Shares und der Engagement-Rate.
- Du hast mehr als 1 Million Follower? Bei Huge-Accounts überholt Instagram TikTok sogar bei den Aufrufen.
- Du hast noch einen kleinen Account? Bei Accounts mit weniger als 2.000 Followern erzielt TikTok die meisten Aufrufe.
Statt dich also nur für die Plattform mit den besten Durchschnittswerten zu entscheiden, schaue auf deine eigenen Ziele und deine Account-Größe. Denn wie der Vergleich zeigt, kann sich mit dem Wachstum deiner Community auch ändern, welche Plattform die besten Ergebnisse liefert.
Was die Kurzvideo-Daten für deine Strategie 2026 bedeuten
TikTok, Instagram Reels und YouTube Shorts nach demselben Prinzip zu bespielen, greift zu kurz. TikTok erzielt insgesamt die meisten Aufrufe, Instagram Reels das stärkste Engagement – und je nach Account-Größe verschieben sich diese Unterschiede. YouTube Shorts liegen bei vielen der untersuchten Kennzahlen zwar zurück, können aber trotzdem Teil deiner Kurzvideo-Strategie sein.
Für deine Planung heißt das: Überlege dir, welches Ziel du auf jeder Plattform verfolgst, und vergleiche regelmäßig deine eigenen Ergebnisse. Denn die Plattform, die heute für deinen Account am besten funktioniert, muss nicht automatisch auch die beste bleiben, wenn deine Community wächst.
So nutzt du die Daten für deine Kurzvideo-Strategie
Die Ergebnisse geben dir eine gute Orientierung dafür, welche Rolle TikTok, Instagram Reels und YouTube Shorts in deiner Strategie spielen können. Entscheidend sind dabei nicht nur die Unterschiede zwischen den Plattformen, sondern auch deine eigenen Ziele und deine Account-Größe.
Darauf solltest du bei deiner Kurzvideo-Strategie achten:
- Berücksichtige deine Account-Größe: Welche Plattform die besten Ergebnisse liefert, kann sich verändern, wenn deine Community wächst.
- Lege dein Ziel fest: Möchtest du möglichst viele Aufrufe erzielen oder sind dir Engagement und Austausch mit deiner Community wichtiger?
- Schaue über die Aufrufe hinaus: Kommentare, Shares und die Engagement-Rate zeigen dir, wie Nutzer auf deine Kurzvideos reagieren.
- Plane für jede Plattform einzeln: Was auf TikTok funktioniert, muss auf Instagram Reels oder YouTube Shorts nicht dieselben Ergebnisse erzielen.
- Vergleiche die Studie mit deinen eigenen Daten: Nutze die Ergebnisse als Orientierung und prüfe anschließend in deinen Analytics, wie deine Kurzvideos auf den einzelnen Plattformen tatsächlich performen.
Lade dir die Kurzvideo-Studie 2026 herunter
In diesem Artikel haben wir nur einen Teil der Ergebnisse betrachtet. In der vollständigen Kurzvideo-Studie 2026 erfährst du noch genauer, wie TikTok, Instagram und YouTube performen, welche Unterschiede es je nach Account-Größe gibt und welche Kennzahlen für Creator und Marken besonders relevant sind.
Du möchtest tiefer in die Daten einsteigen? Lade dir die vollständige Studie herunter und entdecke alle Ergebnisse im Detail.