YouTube-Shorts-Algorithmus: So bekommst du mehr Aufrufe

Natalia May Natalia May 20 Oktober 2026

Über 60 % aller organischen Aufrufe auf YouTube entstehen im Shorts-Feed. Welche Videos dort ausgespielt werden und wen sie erreichen, bestimmt der YouTube-Shorts-Algorithmus. Dabei funktioniert die Empfehlung von Shorts anders als bei langen Videos. Wie also entscheidet YouTube, welche Shorts Reichweite bekommen?

In diesem Artikel erfährst du, welche Signale für den Algorithmus wichtig sind, wie du deine Chancen auf mehr Aufrufe verbessern kannst und welche vermeintlichen Tricks du dir sparen kannst. Dazu zeigen wir dir aktuelle Daten aus der aktuellen YouTube-Studie von Metricool zuWiedergabedauer und Posting-Frequenz.

Was ist der YouTube-Shorts-Algorithmus?

Der YouTube-Shorts-Algorithmus ist das Empfehlungssystem, das bestimmt, welche Shorts dir im Shorts-Feed angezeigt werden und in welcher Reihenfolge. Dafür wertet YouTube unter anderem aus, wie du auf einzelne Shorts reagierst und welche Inhalte du bisher angesehen hast. Auf dieser Grundlage versucht das System einzuschätzen, welche Shorts dich wahrscheinlich interessieren.

Dabei gibt es nicht den einen Algorithmus mit einer festen Formel. YouTube orientiert seine Empfehlungen am Verhalten des Publikums. Todd Sherman, damals Produktleiter von YouTube Shorts, brachte das so auf den Punkt: „The audience is the algorithm.“ Der Algorithmus folgt also dem Publikum, nicht umgekehrt.

Warum der Shorts-Algorithmus so wichtig ist

Bei langen Videos können Aufrufe über verschiedene Wege entstehen, etwa über die YouTube-Suche, die Startseite, Abos oder vorgeschlagene Videos. Bei Shorts spielt dagegen vor allem der Shorts-Feed eine große Rolle: Hier wählen Nutzer nicht zuerst ein Video aus, sondern wischen von einem Short zum nächsten.

Das zeigt auch die YouTube-Studie von Metricool:

Damit entstehen mehr als sechs von zehn organischen Aufrufen im Shorts-Feed. Wer die Reichweite seiner YouTube Shorts steigern möchte, sollte deshalb verstehen, nach welchen Signalen YouTube Inhalte dort empfiehlt.

Wie funktioniert der YouTube-Shorts-Algorithmus?

Vereinfacht lässt sich die Ausspielung eines Shorts in vier Phasen beschreiben:

  1. Einordnung: Nach dem Upload versucht YouTube zu verstehen, worum es in deinem Short geht. Dafür berücksichtigt das System unter anderem Titel, Beschreibung, Hashtags, Ton, Bildinhalte und das Thema deines Kanals.
  2. Test bei einer Startgruppe: YouTube zeigt das Short zunächst einer Gruppe von Nutzern, für die der Inhalt interessant sein könnte. Todd Sherman spricht in diesem Zusammenhang von einer „Seed Audience“, also einer Startzielgruppe für das Video. Dazu können deine Abonnenten gehören, müssen es aber nicht.
  3. Bewertung: Anschließend wertet YouTube aus, wie diese Nutzer auf dein Short reagieren: Wischen sie weiter oder schauen sie es an? Bleiben sie bis zum Ende dran? Sehen sie es noch einmal? Liken, kommentieren oder teilen sie es?
  4. Weitere Ausspielung: Fallen die Signale positiv aus, kann YouTube das Short weiteren Nutzern mit ähnlichen Interessen zeigen. Lassen die positiven Signale nach, kann auch die Ausspielung zurückgehen.

Deshalb kann die Reichweite von Shorts in Wellen verlaufen: Nach den ersten Aufrufen folgt möglicherweise eine stärkere Ausspielung, bevor die Reichweite wieder abflacht. Ein Short kann auch Tage oder Wochen später noch einmal mehr Aufrufe bekommen, wenn YouTube dafür ein passendes Publikum findet.

📍TIPP: Deine Abonnentenzahl allein entscheidet nicht darüber, wie viel Reichweite ein Short bekommt. Auch kleine oder neue Kanäle können über den Shorts-Feed viele Nutzer erreichen, während eine große Zahl an Abonnenten hohe Aufrufzahlen nicht automatisch garantiert.

Die wichtigsten Signale des YouTube-Shorts-Algorithmus

YouTube verrät nicht, wie stark die einzelnen Faktoren gewichtet werden. Einige Signale hat YouTube aber offiziell bestätigt. Andere kannst du als Kennzahlen in YouTube Studio verfolgen, etwa die Klickrate oder die Wiedergabezeit. Die Tabelle ordnet sie nach Belegstärke.

SignalWas es misstBelegt durch
Angesehen oder weggewischtAnteil der Nutzer, die dein Short ansehen, statt sofort weiterzuwischenOffizielle Kennzahl in YouTube Studio
Wiedergabedauer und ZuschauerbindungWie lange und zu wie viel Prozent dein Short angesehen wird, einschließlich WiederholungenYouTube Studio, YouTube-Hilfe zu zentralen Messwerten
Zufriedenheit„Mag ich“, „Mag ich nicht“, „Kein Interesse“ und Umfragen unter ZuschauernYouTube-Hilfe zum Empfehlungssystem
InteraktionenKommentare, Shares, Abos nach dem Ansehen und RemixeYouTube Studio
Sehverlauf und InteressenWelche Themen, Formate und Kanäle eine Person bisher angesehen hatYouTube-Hilfe zum Empfehlungssystem
AudioVerwendete Sounds und Musik, über die Shorts thematisch miteinander verknüpft werden könnenShorts-Funktionen wie Sound-Seiten und Remixe

Angesehen oder weggewischt

Im Shorts-Feed werden dir Videos automatisch angezeigt, ohne dass du sie vorher auswählen musst. Deshalb ist für den Algorithmus besonders wichtig, ob du dir ein Short ansiehst oder direkt zum nächsten weiterscrollst.

In YouTube Studio findest du dafür die Kennzahl „Angesehen oder weggewischt“. Sie zeigt laut YouTube-Hilfe, „wie oft Zuschauer deine Shorts angesehen haben, im Vergleich dazu, wie oft sie weggewischt wurden“. Je mehr Nutzer sich für das Ansehen entscheiden, desto besser schneidet dein Short bei dieser Kennzahl ab.

Todd Sherman beschreibt dahinter eine einfache Idee: Ein Aufruf soll die Absicht abbilden, einen Inhalt wirklich anzusehen. Das bedeutet nicht automatisch, dass der Person das Short gefällt – zunächst zeigt es nur, dass sie sich entschieden hat, dranzubleiben.

Wiedergabedauer und Zuschauerbindung

Nach dieser ersten Entscheidung spielt eine weitere Frage eine Rolle: Wie lange bleiben die Zuschauer dran? In YouTube Studio kannst du sowohl die Wiedergabedauer als auch die Zuschauerbindung deiner Shorts verfolgen.

Wird ein Short bis zum Ende oder sogar mehrmals angesehen, kann sich das entsprechend in der Zuschauerbindung zeigen. Bei einem nahtlosen Loop, bei dem das Ende direkt in den Anfang übergeht, kann die durchschnittliche prozentuale Wiedergabedauer sogar über 100 % liegen.

Zufriedenheit und Feedback

Für seine Empfehlungen berücksichtigt YouTube nicht nur, welche Inhalte Nutzer ansehen, sondern auch, welche sie nicht ansehen. Hinzu kommen Feedback-Signale wie „Mag ich“, „Mag ich nicht“ oder „Kein Interesse“. Diese Reaktionen helfen dem Empfehlungssystem dabei einzuschätzen, welche Inhalte für einen bestimmten Nutzer relevant sind.

Was allein kein gutes Ranking garantiert

  • Abonnentenzahl: Eine große Zahl an Abonnenten garantiert nicht, dass ein Short entsprechend häufig im Shorts-Feed ausgespielt wird.
  • Veröffentlichungszeit: Laut YouTube-Hilfe ist der Veröffentlichungszeitpunkt nicht dafür bekannt, die langfristige Leistung eines Videos zu beeinflussen. Welche Uhrzeiten sich für Shorts trotzdem lohnen können, schauen wir uns weiter unten an.
  • Upload-Frequenz: Laut YouTube hängen die Aufrufe eines Uploads nicht davon ab, wie viel Zeit seit dem vorherigen Upload vergangen ist. Mit mehr Shorts veröffentlichst du zwar mehr Inhalte, die Reichweite jedes einzelnen Shorts verbessert sich dadurch aber nicht automatisch.

Shorts und lange Videos: zwei getrennte Algorithmen

Eine häufige Sorge ist, dass Shorts die Performance langer Videos verschlechtern könnten. YouTube hat dazu im Mai 2025 offiziell Stellung bezogen. Im Blogbeitrag „Shorts truths“ erklärt das Unternehmen, dass für Shorts und lange Videos getrennte Empfehlungssysteme entwickelt wurden, die sich an den jeweiligen Sehgewohnheiten orientieren. Gleichzeitig habe man keine Belege dafür gefunden, dass Shorts die Performance langer Videos negativ beeinflussen.

Getrennt bedeutet allerdings nicht, dass beide Formate völlig unabhängig voneinander sind. YouTube berücksichtigt auch das formatübergreifende Sehverhalten. Ein Short kann Nutzer also durchaus auf deinen Kanal und von dort zu deinen langen Videos führen.

Was bedeutet das für dich?

  • Du musst nicht davon ausgehen, dass ein schlecht laufendes Short automatisch die Reichweite deiner langen Videos beeinträchtigt.
  • Ein virales Short garantiert umgekehrt nicht, dass auch deine langen Videos mehr Aufrufe bekommen.
  • Die Zuschauer deiner Shorts und deiner langen Videos können sich unterscheiden. Nutze Shorts deshalb gezielt als möglichen Einstieg in deinen Kanal und nicht als Ersatz für lange Videos.

Auch unsere YouTube-Studie zeigt einen interessanten Zusammenhang zwischen Shorts und der Performance langer Videos. Wie dieser aussieht, schauen wir uns im Datenteil genauer an.

Aufrufe und aktive Wiedergaben bei YouTube Shorts: Was ist der Unterschied?

Seit dem 31. März 2025 zählt YouTube bei Shorts jeden Start und jede Wiederholung als Aufruf – unabhängig davon, wie lange jemand zuschaut. Die öffentliche Aufrufzahl sagt damit weniger darüber aus, ob sich jemand bewusst dafür entschieden hat, dein Short weiter anzusehen.

Dafür gibt es weiterhin die strengere Kennzahl aktive Wiedergaben (englisch „Engaged Views“). Sie erfasst Aufrufe, bei denen Zuschauer nach dem Start weitergeschaut haben.

KennzahlWas zähltWofür sie relevant ist
AufrufeJeder Start und jede WiederholungÖffentliche Aufrufzahl und Vergleichbarkeit mit TikTok und Reels
Aktive WiedergabenAufrufe, bei denen nach dem Start weitergeschaut wurdePartnerprogramm und Shorts-Werbeeinnahmen

⚠️ WICHTIG: Für die Aufnahme ins YouTube-Partnerprogramm und die Berechnung deiner Shorts-Einnahmen sind gültige aktive Wiedergaben relevant. Eine steigende öffentliche Aufrufzahl bedeutet deshalb nicht automatisch, dass deine für die Monetarisierung relevanten Aufrufe im gleichen Verhältnis steigen.

Für die Analyse deiner Shorts lohnt es sich deshalb, die Aufrufzahl nicht isoliert zu betrachten. Schaue dir zusätzlich „Angesehen oder weggewischt“, die aktiven Wiedergaben und die Zuschauerbindung an. So erkennst du besser, wie viele Nutzer nicht nur bei deinem Short gelandet sind, sondern auch weitergeschaut haben.

Was unsere Daten über den Shorts-Algorithmus verraten

Die YouTube-Studie von Metricool vergleicht die Performance von Shorts im Jahr 2025 und 2026. Dabei fällt vor allem auf: Die Aufrufe sind deutlich gestiegen, während Wiedergabezeit, Wiedergabedauer, Engagement und Interaktionen zurückgegangen sind.

Kennzahl im Durchschnitt pro Short20252026Veränderung
Aufrufe2.3435.321+127 %
Wiedergabezeit gesamt1.860 Min.1.376 Min.−26 %
Wiedergabedauerca. 48 Sek.ca. 16 Sek.−67 %
Engagement4,94 %1,85 %−63 %
Interaktionen115,898,3−15 %
Shorts pro Woche2,262,72+20 %

Bei den Aufrufen muss allerdings die geänderte Zählweise berücksichtigt werden: Seit März 2025 zählt bei Shorts jeder Start und jede Wiederholung als Aufruf. Der Anstieg um 127 % lässt sich deshalb nicht allein als höhere Reichweite interpretieren.

Gleichzeitig ist die durchschnittliche Wiedergabedauer deutlich gesunken. Für deine Analyse lohnt es sich daher umso mehr, die Aufrufzahl zusammen mit Kennzahlen wie Zuschauerbindung und „Angesehen oder weggewischt“ zu betrachten.

Kleine Kanäle verzeichnen die größten Zuwächse

Auch nach Kanalgröße zeigen sich deutliche Unterschiede:

Kanalgröße nach AbonnentenVeränderung der Aufrufe pro Short
Tiny (bis 2.000)+168 %
Small (2.000–10.000)+211 %
Medium (10.000–100.000)+147 %
Big (100.000–1 Mio.)+123 %
Huge (über 1 Mio.)−74 %

Am stärksten sind die Aufrufe bei Kanälen mit 2.000 bis 10.000 Abonnenten gestiegen, gefolgt von Kanälen mit weniger als 2.000 Abonnenten. Bei Accounts mit mehr als einer Million Abonnenten gingen sie dagegen zurück. Die Kanalgröße allein sagt also wenig darüber aus, wie sich die Aufrufe von Shorts entwickeln.

Wie oft solltest du YouTube Shorts posten?

In unserer Studie erzielten Kanäle, die zwei bis vier Shorts pro Woche veröffentlichten, die beste Performance pro Short. Bei den gesamten monatlichen Aufrufen zeigt sich dagegen keine klare Obergrenze: Kanäle mit einer höheren Posting-Frequenz kamen tendenziell auf mehr Aufrufe insgesamt.

Für deinen Content-Plan bedeutet das: Zwei bis vier Shorts pro Woche sind ein guter Ausgangspunkt. Wenn du häufiger veröffentlichen möchtest, beobachte, wie sich die Performance deiner einzelnen Shorts entwickelt.

Welchen Zusammenhang gibt es zwischen Shorts und langen Videos?

Unsere Daten zeigen außerdem Unterschiede bei den Aufrufen langer Videos – je nachdem, wie häufig ein Kanal Shorts veröffentlicht:

Shorts-Strategie des KanalsAufrufe bei langen Videos
Keine Shorts4.364
Wenige Shorts (unter dem Durchschnitt, ca. 5 pro Monat)8.789 (+46 % über dem Durchschnitt)
Sehr viele Shorts (35+ pro Monat)Ähnliches Niveau wie bei Kanälen ohne Shorts

Unsere YouTube-Studie zeigt einen interessanten Zusammenhang zwischen Shorts und langen Videos: Kanäle ohne Shorts erzielen durchschnittlich 4.364 Aufrufe pro langem Video, während der Gesamtdurchschnitt bei 5.985 liegt. Kanäle, die etwa fünf Shorts im Monat veröffentlichen, erreichen dagegen 8.789 Aufrufe und liegen damit 46 % über dem Durchschnitt. Ab etwa 35 Shorts pro Monat verschwindet dieser Vorteil jedoch wieder.

Das bedeutet nicht, dass Shorts automatisch für mehr Aufrufe sorgen. Auch andere Faktoren wie die Regelmäßigkeit der Veröffentlichungen können eine Rolle spielen. Wenn du bisher keine Shorts nutzt, lohnt sich ein Versuch. Mehr Shorts bedeuten allerdings nicht zwangsläufig mehr Aufrufe für deine langen Videos.

Wie lange bekommt ein Short Aufrufe?

Die ersten Tage sind besonders wichtig: Ein großer Teil der Aufrufe und Interaktionen entsteht innerhalb der ersten drei Tage nach der Veröffentlichung. Danach flacht die Entwicklung ab, ein Short kann aber auch später noch weitere Aufrufe sammeln.

Du musst ein Short deshalb nicht nach den ersten Stunden abschreiben. Beziehe bei der Auswertung zumindest die ersten Tage nach der Veröffentlichung mit ein.

Mythen über den YouTube-Shorts-Algorithmus

Rund um den YouTube-Shorts-Algorithmus halten sich einige Tipps und Behauptungen hartnäckig. Doch nicht alles, was häufig empfohlen wird, hat tatsächlich Einfluss auf deine Reichweite. Schauen wir uns die häufigsten Mythen genauer an.

MythosWas stimmt
„Shorts schaden meinem Kanal und meinen langen Videos.“Laut YouTube gibt es getrennte Empfehlungssysteme für Shorts und lange Videos. YouTube gibt außerdem an, keine Belege dafür gefunden zu haben, dass Shorts die Performance langer Videos negativ beeinflussen.
„Ohne Abonnenten bekomme ich keine Reichweite.“Eine hohe Abonnentenzahl ist keine Voraussetzung dafür, über den Shorts-Feed Nutzer zu erreichen. In unserer YouTube-Studie 2026 verzeichneten gerade Kanäle mit weniger als 10.000 Abonnenten starke Zuwächse bei den Aufrufen pro Short.
„Nur mit Trend-Sounds geht ein Short viral.“Trend-Sounds sind keine Voraussetzung für hohe Aufrufzahlen. Auch eigene Ideen und originelle Inhalte können ein großes Publikum erreichen.
„Es gibt die perfekte Uhrzeit für YouTube Shorts.“Laut YouTube ist nicht bekannt, dass der Veröffentlichungszeitpunkt die langfristige Performance eines Videos beeinflusst. Unsere Daten zeigen dennoch Unterschiede zwischen verschiedenen Veröffentlichungszeiten. Mehr dazu weiter unten.
„Schwache Shorts löschen und neu hochladen pusht den Kanal.“Dafür gibt es keinen offiziellen Beleg. Nutze die Erkenntnisse aus einem schlecht laufenden Short lieber, um den Inhalt beim nächsten Versuch zu verbessern, statt dasselbe Video unverändert erneut hochzuladen.
„Mein Kanal hat einen Shadowban.“Wenig Reichweite allein ist kein Beleg für einen Shadowban. Prüfe zunächst deine Kennzahlen wie „Angesehen oder weggewischt“ und die Zuschauerbindung sowie mögliche Hinweise auf Richtlinienverstöße in YouTube Studio.
„Shorts müssen 15 Sekunden lang sein.“YouTube Shorts können bis zu drei Minuten lang sein. Eine allgemein gültige ideale Länge gibt es nicht – entscheidend ist, wie viel Zeit du für deinen Inhalt brauchst.
„Mehr Hashtags bringen mehr Reichweite.“Mehr Hashtags bedeuten nicht automatisch mehr Reichweite. In unserer Untersuchung hatten Shorts mit Hashtags etwas weniger Aufrufe, aber ein höheres Engagement. Mehr dazu weiter unten.

Tipps für mehr Reichweite mit YouTube Shorts

Du musst den YouTube-Shorts-Algorithmus nicht mit vermeintlichen Tricks überlisten. Wichtiger ist, dass YouTube dein Short einem passenden Publikum zuordnen kann und die Reaktionen darauf stimmen. Auf diese Punkte solltest du besonders achten:

1. Bleibe bei einem klaren Themenfeld

YouTube versucht, für jedes Short Nutzer zu finden, die sich für den Inhalt interessieren könnten. Je klarer erkennbar ist, worum es in deinem Video und auf deinem Kanal geht, desto leichter lässt sich dein Short thematisch einordnen.

2. Nutze Titel und Beschreibung für die Einordnung

Shorts werden nicht nur im Shorts-Feed entdeckt. In unserer YouTube-Studie kamen beispielsweise 9 % der organischen Aufrufe über die YouTube-Suche. Formuliere deshalb einen aussagekräftigen Titel und verwende relevante Keywords dort, wo sie natürlich passen. Mehr dazu erfährst du in unserem Artikel zur YouTube-SEO.

3. Setze Hashtags gezielt ein

Viele Hashtags garantieren dir keine zusätzliche Reichweite. In unserer Untersuchung erzielten Shorts mit Hashtags im Durchschnitt 10 % weniger Aufrufe, aber 9 % mehr Engagement. Beschränke dich deshalb auf wenige Hashtags, die tatsächlich zum Inhalt deines Shorts passen.

4. Finde eine Posting-Frequenz, die für dich funktioniert

In unserer YouTube-Studie erzielten Kanäle mit zwei bis vier Shorts pro Woche die beste Performance pro Short. Das bedeutet nicht, dass du nicht häufiger veröffentlichen solltest. Entscheidend ist, dass du die Qualität deiner Inhalte auch bei einer höheren Frequenz halten kannst.

5. Veröffentliche eigene Inhalte statt identischer Re-Uploads

Ein schlecht laufendes Short einfach zu löschen und unverändert erneut hochzuladen, ist keine verlässliche Strategie für mehr Reichweite. Nutze die Ergebnisse lieber, um den nächsten Versuch zu verbessern. Für die Monetarisierung ist Originalität ebenfalls relevant: Unbearbeitete fremde Clips oder Zusammenstellungen ohne eigenen Mehrwert können von der Monetarisierung ausgeschlossen sein.

6. Teste verschiedene Veröffentlichungszeiten

Unsere YouTube-Studie zeigt, dass Shorts zwischen 14 und 18 Uhr im Durchschnitt besonders gut abschnitten. Eine universell beste Uhrzeit gibt es deshalb aber nicht. Teste verschiedene Zeiten und prüfe anhand deiner eigenen Daten, wann deine Shorts die besten Ergebnisse erzielen.

Mehr dazu erfährst du in unserem Artikel zur besten Zeit zum Hochladen auf YouTube.

Warum bekommen meine Shorts keine Aufrufe?

Deine YouTube Shorts bekommen keine oder nur wenige Aufrufe? Dafür kann es unterschiedliche Gründe geben. Statt sofort den Algorithmus verantwortlich zu machen, lohnt sich ein Blick auf deine Kennzahlen in YouTube Studio. Sie geben dir Hinweise darauf, an welcher Stelle du genauer hinschauen solltest.

Was du beobachtestWas du prüfen solltestWas du ausprobieren kannst
Wenige Aufrufe und niedriger Wert bei „Angesehen oder weggewischt“Viele Nutzer wischen weiter, statt dein Short anzusehenÜberarbeite den Einstieg und komme schneller zum Thema
Gute Werte am Anfang, danach deutlicher RückgangPrüfe, an welcher Stelle die Zuschauerbindung sinktStraffe den entsprechenden Teil und entferne unnötige Pausen
Aufrufe, aber wenige InteraktionenPrüfe, welche Inhalte besonders viele Kommentare, Likes oder Shares auslösenVergleiche das Short mit deinen interaktionsstärksten Inhalten und teste ähnliche Ansätze
Short erscheint nicht im Shorts-FeedPrüfe, ob das Video die Voraussetzungen für Shorts erfüllt und ob YouTube Studio Hinweise auf Einschränkungen anzeigtKontrolliere Format, Länge und mögliche Richtlinienverstöße
Reichweite schwankt stark zwischen einzelnen ShortsVergleiche Themen, Einstiege und Zuschauerbindung deiner stärksten und schwächsten ShortsSuche nach wiederkehrenden Mustern und teste erfolgreiche Ansätze erneut
Reichweite sinkt nach mehreren Re-UploadsPrüfe, ob du identische oder sehr ähnliche Inhalte mehrfach veröffentlicht hastÜberarbeite den Inhalt, statt dasselbe Short unverändert erneut hochzuladen
Viele öffentliche Aufrufe, aber kaum Fortschritt im PartnerprogrammVergleiche öffentliche Aufrufe und aktive WiedergabenBehalte für die Monetarisierung insbesondere deine gültigen aktiven Wiedergaben im Blick

📍TIPP: Bewerte ein Short nicht nur anhand der ersten Stunden nach der Veröffentlichung. Unsere YouTube-Studie zeigt, dass ein großer Teil der Aufrufe und Interaktionen innerhalb der ersten drei Tage entsteht. Beziehe deshalb auch die Entwicklung in den folgenden Tagen in deine Analyse ein.

So wertest du deine Shorts in YouTube Studio aus

Die wichtigsten Kennzahlen für deine Shorts findest du in YouTube Studio unter Analytics und im Tab Inhalte, wenn du nach Shorts filterst:

  • Im Feed angezeigt: Zeigt, wie oft dein Short im Shorts-Feed eingeblendet wurde.
  • Angesehen oder weggewischt: Zeigt, wie häufig Nutzer dein Short angesehen haben, anstatt weiterzuwischen.
  • Zuschauerbindung: Zeigt, wie lange die Zuschauer dranbleiben und an welchen Stellen sie abspringen.
  • Wiedergabezeit: Gibt an, wie viel Zeit Zuschauer insgesamt mit deinen Shorts verbracht haben.
  • Aktive Wiedergaben: Zeigt, wie oft Zuschauer nach dem Start weitergeschaut haben. Diese Kennzahl ist auch für die Monetarisierung relevant.
  • Remixe: Zeigt dir, wie häufig deine Inhalte für Remixe verwendet wurden.

Betrachte diese Kennzahlen nicht einzeln, sondern vergleiche deine gut und weniger gut laufenden Shorts miteinander. So kannst du erkennen, welche Themen, Einstiege oder Formate bei deinem Publikum besser funktionieren.

Wie du deine YouTube-Daten insgesamt auswertest, erklären wir dir ausführlicher in unserem Guide zu YouTube-Kennzahlen und in unserem Artikel zur YouTube-Videoanalyse.

YouTube Shorts mit Metricool analysieren und planen

Welche Shorts bei deinem Publikum besonders gut funktionieren, findest du am besten heraus, indem du deine Ergebnisse über einen längeren Zeitraum vergleichst. Mit Metricool kannst du deine YouTube Shorts planen, automatisch veröffentlichen und anschließend analysieren.

Vergleiche zum Beispiel Aufrufe, Wiedergabedauer, Wiedergabezeit, Likes, Dislikes, Kommentare und gewonnene Abonnenten deiner Shorts. So erkennst du, welche Themen und Formate besonders gute Ergebnisse erzielen und welche Ansätze du bei deinen nächsten Videos erneut testen möchtest.

Auch die Veröffentlichung kannst du direkt in Metricool vorbereiten: Plane deine Shorts im Planer, lege Datum und Uhrzeit fest und hinterlege unter anderem Titel, Beschreibung, Tags, Kategorie, Sichtbarkeit und Playlist. Wenn du regelmäßig Shorts veröffentlichst, hast du damit Planung und Analyse an einem Ort.

📍TIPP: Vergleiche auch, wie ähnliche Kurzvideos auf YouTube, Instagram und TikTok abschneiden. So bekommst du ein besseres Gefühl dafür, welche Themen plattformübergreifend funktionieren und bei welchen Inhalten sich die Ergebnisse je nach Plattform unterscheiden.

Fazit: So funktioniert der YouTube-Shorts-Algorithmus

Der YouTube-Shorts-Algorithmus orientiert sich vor allem daran, wie Nutzer auf deine Videos reagieren. Entscheidend ist unter anderem, ob sie weiterschauen oder direkt zum nächsten Short wischen, wie lange sie dranbleiben und ob sie mit deinen Inhalten interagieren.

Statt auf vermeintliche Algorithmus-Tricks zu setzen, lohnt sich deshalb ein regelmäßiger Blick in deine YouTube-Statistiken. Vergleiche die Aufrufe, die Kennzahl „Angesehen oder weggewischt“, die Zuschauerbindung und die Interaktionen deiner Shorts. So erkennst du, welche Themen und Formate bei deiner Zielgruppe gut ankommen, und kannst deine nächsten Videos gezielt verbessern.

HÄUFIG GESTELLTE FRAGEN

Wie funktioniert der YouTube-Shorts-Algorithmus?

YouTube versucht, deine Shorts Nutzern zu zeigen, für die sich der Inhalt eignen könnte, und wertet anschließend aus, wie sie darauf reagieren. Dabei spielen unter anderem „Angesehen oder weggewischt“, die Zuschauerbindung, der Sehverlauf und verschiedene Zufriedenheitssignale eine Rolle.

Warum bekommen meine YouTube Shorts keine Aufrufe?

Dafür kann es verschiedene Gründe geben. Prüfe zunächst in YouTube Studio, wie häufig dein Short im Feed angezeigt wird, wie das Verhältnis bei „Angesehen oder weggewischt“ aussieht und an welchen Stellen die Zuschauerbindung sinkt. So kannst du besser eingrenzen, wo Verbesserungspotenzial besteht.

Wie oft sollte ich YouTube Shorts posten?

In der YouTube-Studie von Metricool erzielten Kanäle mit zwei bis vier Shorts pro Woche die beste Performance pro Short. Das ist ein guter Ausgangspunkt, den du anschließend anhand deiner eigenen Ergebnisse anpassen kannst.

Wie lang sollte ein YouTube Short sein?

YouTube Shorts können bis zu drei Minuten lang sein. Eine ideale Länge gilt jedoch nicht für jedes Video. Orientiere dich am Inhalt und prüfe anhand deiner Zuschauerbindung, wie lange dein Publikum tatsächlich dranbleibt.

Was sind aktive Wiedergaben bei YouTube Shorts?

Seit März 2025 zählt bei Shorts jeder Start und jede Wiederholung als Aufruf. Aktive Wiedergaben erfassen dagegen Aufrufe, bei denen Zuschauer nach dem Start weitergeschaut haben. Diese Kennzahl ist unter anderem für die Monetarisierung von Shorts relevant.

Was ist die beste Uhrzeit für YouTube Shorts?

Die beste Uhrzeit für YouTube Shorts hängt davon ab, wann deine Zielgruppe auf YouTube aktiv ist. Eine feste Uhrzeit, die für alle Kanäle funktioniert, gibt es nicht. In YouTube Studio kannst du unter „Analytics“ → „Zielgruppe“ sehen, wann deine Zuschauer online sind. Nutze diese Daten, um verschiedene Veröffentlichungszeiten zu testen und herauszufinden, wann deine Shorts die besten Ergebnisse erzielen.

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