E-Commerce Social Media Marketing: Analyse von 72 Marken

Beim E-Commerce Social Media Marketing kommt es auf einige grundlegende Entscheidungen an: Auf welchen Plattformen bist du aktiv? Wie oft postest du? Welche Formate nutzt du und wie präsentierst du deine Produkte?
Um herauszufinden, wie erfolgreiche E-Commerce-Marken dabei vorgehen, haben wir 3.234 Beiträge von 72 US-amerikanischen Marken analysiert, die im August 2026 auf Instagram, TikTok, Facebook und YouTube veröffentlicht wurden. Dabei haben wir uns bewusst auf kleinere Marken statt auf große Konzerne wie Nike oder Walmart konzentriert. So zeigen die Ergebnisse Strategien, die sich auch mit einem kleinen Team umsetzen lassen.
Alle Ergebnisse stammen aus der Social Media & E-Commerce Studie 2026 von Metricool.
Was ist E-Commerce Social Media Marketing?
Mit E-Commerce Social Media Marketing präsentierst du deine Produkte auf Social Media, machst potenzielle Kunden darauf aufmerksam und führst sie in deinen Onlineshop. Social Media sind damit neben Suchmaschinenmarketing, E-Mail-Marketing und bezahlter Werbung ein wichtiger Bestandteil deiner Marketingstrategie. Häufig entdecken Menschen ein Produkt sogar zum ersten Mal auf Instagram, TikTok oder anderen sozialen Netzwerken.
Im Unterschied zum Marketing für Dienstleistungen kannst du im E-Commerce deine Produkte direkt zeigen und ihre Vorteile im Alltag demonstrieren. Neue Produkte und saisonale Kollektionen liefern dir regelmäßig Anlässe für neue Inhalte. Verkaufen kannst du dabei nicht nur über deinen eigenen Onlineshop, sondern auch über Handelspartner.
Damit deine Social-Media-Strategie funktioniert, solltest du aber vor allem drei Fragen klären:
- Auf welchen Plattformen erreichst du deine Zielgruppe?
- Welche Inhalte möchtest du veröffentlichen?
- Und wie bringst du potenzielle Kunden von Social Media zu deinen Produkten?
E-Commerce-Statistiken: Wie aktiv sind Marken auf Social Media?
Fast alle untersuchten E-Commerce-Marken sind auf Instagram, TikTok, Facebook und YouTube vertreten. Allerdings veröffentlichen längst nicht alle regelmäßig Inhalte auf allen diesen Plattformen.
Die folgende Tabelle zeigt, wie viele der 72 Marken im August 2026 mindestens einen Beitrag veröffentlicht haben und wie viele Interaktionen ihre Beiträge typischerweise erzielten.
| Plattform | Marken mit mindestens einem Beitrag im August | Median der Interaktionen pro Beitrag |
|---|---|---|
| 97 % | 293 | |
| TikTok | 81 % | 74 |
| 76 % | 9 | |
| YouTube | 44 % | 8 |
Bei der Auswertung wurden je nach Plattform unterschiedliche Interaktionen berücksichtigt:
- Instagram und YouTube: Likes und Kommentare
- Facebook: Likes, Kommentare und Shares
- TikTok: Likes, Kommentare, Shares und Saves
Bei den Zahlen handelt es sich um Medianwerte. Das heißt: Wenn du alle Beiträge nach der Anzahl ihrer Interaktionen sortierst, liegt der Median genau in der Mitte. Anders als der Durchschnitt wird er durch einzelne virale Beiträge kaum verzerrt. So lässt sich besser erkennen, wie viele Interaktionen ein typischer Beitrag erzielt. Bezahlte TikTok-Anzeigen wurden bei der Auswertung nicht berücksichtigt.
Auffällig ist, dass Beiträge auf Facebook und YouTube deutlich weniger Interaktionen erzielen. Das könnte unter anderem daran liegen, dass viele Marken dort Inhalte von Instagram oder TikTok nahezu unverändert erneut veröffentlichen. Die Ergebnisse zeigen daher vor allem, wie solche wiederverwendeten Inhalte abschneiden. Speziell für Facebook oder YouTube erstellte Beiträge könnten andere Ergebnisse erzielen.
So entwickelst du eine E-Commerce Social Media Strategie
Eine erfolgreiche E-Commerce Social Media Strategie beginnt mit der Wahl der richtigen Plattformen, passenden Inhalten und einem realistischen Veröffentlichungsplan. Diese Entscheidungen solltest du regelmäßig überprüfen und anhand deiner Ergebnisse anpassen.
Unsere Studie zeigt, wie E-Commerce-Marken dabei vorgehen und was du daraus für deinen eigenen Onlineshop lernen kannst.
1. Konzentriere dich zunächst auf eine Plattform
Die meisten untersuchten Marken konzentrieren sich auf eine Hauptplattform und veröffentlichen angepasste Versionen ihrer Inhalte in weiteren Netzwerken. Gerade für kleinere Teams ist das ein sinnvoller Ansatz.
Für viele E-Commerce-Marken bietet sich Instagram als wichtigste Plattform an. Die untersuchten Marken erreichen dort zusammen knapp 40 Millionen Follower. Außerdem erzielt ein typischer Instagram-Beitrag mehr Interaktionen als typische Beiträge auf TikTok, Facebook und YouTube zusammen.
Allerdings ist Instagram nicht für jede Branche die beste Wahl. Beauty-Marken erzielen beispielsweise mit ihren YouTube-Videos mehr Interaktionen als mit Instagram-Beiträgen. Bei Marken für Outdoor- und Fitnessausrüstung zeigt sich dagegen auch auf Facebook eine vergleichsweise hohe Resonanz.
📍TIPP: Analysiere zunächst, auf welchen Plattformen Marken aus deiner Branche die besten Ergebnisse erzielen. Konzentriere dich auf das Netzwerk, auf dem du deine Zielgruppe am besten erreichst.
2. Gib jeder weiteren Plattform eine klare Aufgabe
Sobald deine Hauptplattform gut läuft, kannst du weitere Netzwerke in deine Strategie aufnehmen. Entscheidend ist, dass jede Plattform einen konkreten Zweck erfüllt.
TikTok: Neue Zielgruppen erreichen
Auf TikTok setzen die untersuchten Marken vor allem auf Produktneuheiten, Produktvorführungen und unterhaltsame Inhalte. Obwohl ein typisches TikTok-Video weniger Interaktionen erzielt als ein Instagram-Beitrag, kann die Plattform interessant sein, um neue potenzielle Kunden zu erreichen.
Achte bei deiner Wettbewerbsanalyse darauf, zwischen organischen Beiträgen und bezahlten Anzeigen zu unterscheiden. Einige Marken setzen auf TikTok ausschließlich auf Werbung.
Facebook: Bestehende Inhalte weiterverwenden
Zwei von drei Facebook-Beitragsbeschreibungen wurden von den untersuchten Marken bereits auf Instagram verwendet. Gleichzeitig erzielen Facebook-Beiträge deutlich weniger Interaktionen.
Ob das an der geringeren Publikumsgröße oder an den wiederverwendeten Inhalten liegt, lässt sich aus den Daten nicht eindeutig ableiten.
Wenn Facebook für deinen Onlineshop keine zentrale Rolle spielt, kannst du dort zunächst bestehende Inhalte teilen. Ist deine Zielgruppe dagegen besonders aktiv auf Facebook, solltest du deine Beiträge gezielt anpassen und die Ergebnisse über einen Monat vergleichen.
YouTube: Shorts veröffentlichen oder eigene Videoformate entwickeln
Bei den untersuchten Marken machen YouTube Shorts rund 80 % aller veröffentlichten YouTube-Videos aus. Viele dieser Kurzvideos stammen ursprünglich von Instagram oder TikTok.
Für längere Videos reicht es dagegen nicht aus, einfach regelmäßig zu posten. Die Marke Hatch veröffentlichte im August beispielsweise täglich eine Podcastfolge. Trotzdem erzielte ein typisches YouTube-Video aus der Kategorie Consumer Tech nur wenige Interaktionen.
Wenn du längere Videos oder eine eigene Serie planst, solltest du deshalb zuerst überlegen, wie du damit deine Zielgruppe erreichst.
3. Finde den richtigen Posting-Rhythmus
Wie oft solltest du als Onlineshop auf Social Media posten? Unsere Studie zeigt, dass E-Commerce-Marken auf Instagram durchschnittlich etwa vier Beiträge pro Woche veröffentlichen.
Wie häufig sie insgesamt posten, hängt jedoch stark von ihrer Branche und ihrem Sortiment ab.
Mode- und Beauty-Marken veröffentlichen besonders viele Inhalte, weil neue Kollektionen, Produkte und saisonale Trends regelmäßig neue Themen liefern. Marken aus dem Bereich Home Decor posten dagegen am seltensten, was auch mit längeren Kaufentscheidungsprozessen zusammenhängen dürfte.
Mehr Beiträge bedeuten allerdings nicht automatisch mehr Interaktionen. Während Beauty-Marken häufig posten und besonders viele Interaktionen erzielen, veröffentlichen Tierbedarfsmarken ebenfalls vergleichsweise viele Instagram-Beiträge, erreichen damit aber die niedrigsten Interaktionswerte pro Beitrag.
Entscheidend ist deshalb nicht, möglichst oft zu posten, sondern regelmäßig relevante Inhalte zu veröffentlichen.Wenn du häufig neue Produkte auf den Markt bringst, hast du mehr Anlässe für Beiträge. Bei Produkten, deren Kaufentscheidung länger dauert, kann ein geringerer Posting-Rhythmus sinnvoller sein.
4. Wähle das passende Content-Format
Kurzvideos gehören zu den beliebtesten Formaten im E-Commerce Social Media Marketing. Besonders auf TikTok setzen die untersuchten Marken fast ausschließlich auf Videos.
Auf Instagram und Facebook machen statische Beiträge einschließlich Karussells jedoch weiterhin etwa die Hälfte der veröffentlichten Inhalte aus.
Welches Format du wählen solltest, hängt vor allem davon ab, wie du dein Produkt am besten präsentieren kannst.
- Reels und Kurzvideos: Ideal, um Produkte in Aktion zu zeigen, Funktionen zu erklären oder ihre Anwendung vorzuführen. Besonders Marken aus den Bereichen Consumer Tech sowie Food & Beverage setzen häufig auf Reels.
- Karussell-Posts: Gut geeignet, um verschiedene Produktvarianten, Farben, Größen oder Details in einem Beitrag zu präsentieren. Modemarken nutzen Karussells für mehr als die Hälfte ihrer Instagram-Beiträge.
- Einzelbilder: Besonders sinnvoll, wenn du Produkte in einer bestimmten Umgebung präsentieren möchtest, beispielsweise Möbel in einem eingerichteten Wohnzimmer. Die Branche Home Decor & Furniture setzt am seltensten auf Videos. Die Marken Outer und Sixpenny veröffentlichten im untersuchten Monat sogar kein einziges Reel.
📍Wichtig: Unsere Studie zeigt, welche Formate die Marken bevorzugen, vergleicht aber nicht deren Performance. Du solltest deshalb selbst testen, welche Formate bei deiner Zielgruppe am besten funktionieren.
Wenn du dein Produkt mit einem Karussell besser präsentieren kannst als mit einem Reel, ist das Karussell die richtige Wahl – auch wenn Kurzvideos gerade besonders beliebt sind.

5. Stelle deine Produkte in den Mittelpunkt deiner Content-Strategie
Beim E-Commerce Social Media Marketing stehen deine Produkte im Mittelpunkt. Das zeigt auch unsere Studie: Mehr als ein Drittel der veröffentlichten Beiträge beschäftigt sich mit Produktneuheiten oder zeigt Produkte im Einsatz. Letzteres ist die einzige Content-Kategorie, die von fast allen untersuchten Marken genutzt wird.
Da deine Wettbewerber ähnliche Inhalte veröffentlichen, lohnt es sich jedoch, deinen Content-Mix abwechslungsreicher zu gestalten.
Besonders interessant sind dabei zwei Formate:
- Community-Beiträge: Stelle deiner Community Fragen, starte Umfragen oder fordere deine Follower auf, Freunde zu markieren.
- Tutorials: Zeige, wie deine Produkte funktionieren, wie man sie richtig verwendet oder welche Möglichkeiten sie bieten.
Fast die Hälfte der untersuchten Marken veröffentlichte im August weder Community-Beiträge noch Tutorials. Dabei erzielten beide Content-Arten etwas bessere Ergebnisse als die üblichen Beiträge der jeweiligen Marken. Sie bieten dir also eine gute Möglichkeit, dich von deinen Wettbewerbern abzuheben.
Weniger erfolgreich waren dagegen reine Verkaufs- und Rabattbeiträge. Sie machten nur einen kleinen Teil der veröffentlichten Inhalte aus und erzielten im Vergleich zur üblichen Performance der jeweiligen Marke die schwächsten Ergebnisse.
Ein möglicher Grund: Während andere Beiträge Interesse wecken oder einen Mehrwert bieten, fordern Rabattaktionen direkt zum Kauf auf. Setze solche Beiträge deshalb gezielt ein, beispielsweise bei Sonderaktionen oder wenn beliebte Produkte wieder verfügbar sind.
Achte außerdem darauf, die Länge deiner Beitragsbeschreibung an den Inhalt anzupassen. Unterhaltsame Beiträge kommen häufig mit einer einzigen Zeile aus. Bei Produktneuheiten sind die Beschreibungen dagegen fast dreimal so lang, weil sie zusätzliche Informationen zum Produkt enthalten.
6. Setze gezielt Call-to-Actions ein
Mit einem Call-to-Action (CTA) kannst du deine Follower dazu auffordern, eine bestimmte Aktion auszuführen, beispielsweise deine Produktseite zu besuchen, auf einen Link zu klicken oder etwas zu kaufen.
Unsere Studie zeigt, dass Beiträge mit CTA ungefähr genauso viele Interaktionen erzielen wie Beiträge ohne Handlungsaufforderung. Ein CTA wirkt sich also nicht grundsätzlich negativ auf das Engagement aus.
Allerdings wurden in der Studie nur Likes, Kommentare, Shares und Saves untersucht. Ob ein CTA tatsächlich erfolgreich ist, solltest du deshalb vor allem anhand deiner Linkklicks und deines Website-Traffics beurteilen.
Wichtig ist außerdem, dass du deine Handlungsaufforderung an die jeweilige Plattform anpasst. Auf Facebook kannst du beispielsweise direkt einen klickbaren Link in deinen Beitrag einfügen. Auf Instagram ist dagegen der Hinweis „Link in Bio“ sinnvoller.
Dass solche Unterschiede häufig übersehen werden, zeigt unsere Studie: In 32 Facebook-Beiträgen verwendeten Marken die Formulierung „Link in Bio“, obwohl sie dort einen direkten Link hätten einfügen können.
Wenn du deine Produkte direkt über soziale Netzwerke verkaufen möchtest, beispielsweise über den TikTok Shop oder durch Verlinkungen zu Handelspartnern, spricht man übrigens von Social Commerce.
7. Analysiere die Performance deiner Inhalte
Um herauszufinden, welche Inhalte bei deiner Zielgruppe am besten funktionieren, solltest du die Ergebnisse deiner Beiträge regelmäßig vergleichen.
In unserer Studie haben wir dafür untersucht, wie die verschiedenen Content-Arten im Vergleich zur üblichen Performance der jeweiligen Marke abschneiden.
Für deine eigene Analyse empfiehlt es sich, mit Medianwerten statt Durchschnittswerten zu arbeiten. Der Grund: Ein einzelner viraler Beitrag kann den Durchschnitt stark nach oben ziehen und dadurch ein verzerrtes Bild deiner tatsächlichen Performance vermitteln.
Ein Beispiel aus unserer Studie sind Marken aus dem Bereich Tierbedarf. Obwohl sie auf Instagram insgesamt mehr Interaktionen erzielten als jede andere Branche, verzeichnete ein typischer Beitrag aus dieser Kategorie die wenigsten Interaktionen.
Beurteile deine Ergebnisse außerdem nicht anhand eines einzelnen Monats. Saisonale Aktionen, Produktneuheiten oder besonders erfolgreiche Beiträge können deine Zahlen kurzfristig beeinflussen.
Vergleiche deshalb die Performance deiner verschiedenen Content-Arten über mehrere Monate, bevor du entscheidest, welche Inhalte du häufiger veröffentlichen oder aus deiner Strategie streichen möchtest.
Dasselbe gilt für deine Wettbewerbsanalyse: Ein Beitrag mit besonders vielen Interaktionen muss nicht unbedingt ein außergewöhnlicher Erfolg sein. Erst der Vergleich mit den üblichen Ergebnissen der jeweiligen Marke zeigt, wie gut er tatsächlich abgeschnitten hat.
E-Commerce Content-Ideen: Was bei erfolgreichen Marken funktioniert
Welche Inhalte kommen bei Kunden besonders gut an? Unsere Studie liefert einige interessante Beispiele. Wir haben uns Beiträge angesehen, die im August 2026 deutlich besser abschnitten als die üblichen Inhalte der jeweiligen Marke. Außerdem zeigen wir dir Content-Formate, die bisher nur wenige E-Commerce-Marken nutzen.
Hier sind sieben Ideen, die du für deinen Onlineshop ausprobieren kannst:
1. Wecke mit einem Countdown Interesse an neuen Produkten
Vor dem Launch der Kollektion Disney x BÉIS veröffentlichte die Marke BÉIS innerhalb von fünf Tagen neun TikTok-Teaser mit dem Veröffentlichungsdatum und der Uhrzeit. Diese Videos erzielten etwa fünfmal so viele Aufrufe wie die übrigen Beiträge der Marke.
Natürlich profitierte BÉIS dabei auch von der Bekanntheit von Disney. Trotzdem zeigt das Beispiel, wie du mit einem Countdown Aufmerksamkeit für eine bevorstehende Produkteinführung schaffen kannst.
2. Halte deine Produktankündigungen kurz
Manchmal reicht ein einziger Satz, um Aufmerksamkeit zu erzeugen. BÉIS veröffentlichte eine kurze Ankündigung zur neuen Kollektion auf Instagram, Facebook und TikTok, die aus nur einer Textzeile bestand.
Allein auf Instagram erzielte dieser Beitrag mehr als 114.000 Interaktionen.
3. Präsentiere dein Sortiment mit Karussell-Posts
Ein Produktkarussell der Marke Owala gehörte zu den erfolgreichsten Beiträgen des untersuchten Monats.
Nutze Karussells, um verschiedene Produktvarianten, Farben, Größen oder Funktionen vorzustellen. Auf dem ersten Slide kannst du beispielsweise dein gesamtes Sortiment zeigen und auf den folgenden Slides einzelne Produkte genauer präsentieren.
4. Setze auf unterhaltsame Inhalte
Besonders bei Marken aus dem Bereich Tierbedarf kommen unterhaltsame Beiträge gut an. Zu den erfolgreichsten Beispielen unserer Studie gehören Inhalte von Ollie, Alpha Paw und PrettyLitter.
Überlege dir, welche unterhaltsamen Formate deine Zielgruppe gerne ansieht, und integriere deine Marke auf natürliche Weise.
5. Zeige mit Tutorials, wie deine Produkte verwendet werden
Marken aus dem Bereich Food & Beverage veröffentlichen häufiger Tutorials als alle anderen untersuchten Branchen. Rund 15 % ihrer Beiträge gehören zu dieser Kategorie.
Je nach Sortiment kannst du beispielsweise Rezepte, Einrichtungsanleitungen oder Pflegeroutinen teilen. So zeigst du deine Produkte im Einsatz und bietest deiner Zielgruppe gleichzeitig einen praktischen Mehrwert.
6. Beziehe deine Community aktiv ein
Stelle Fragen, starte Umfragen, veranstalte Gewinnspiele oder fordere deine Follower auf, Freunde in den Kommentaren zu markieren.
Besonders Marken aus dem Outdoor- und Fitnessbereich nutzen solche Handlungsaufforderungen. In unserer Studie enthielt ungefähr jede achte Beitragsbeschreibung dieser Branche eine entsprechende Einladung zur Interaktion.
7. Teile Inhalte deiner Kunden
Unsere Studie zeigt, dass E-Commerce-Marken etwa dreimal so häufig Inhalte von Influencern und Creatorn teilen wie Beiträge ihrer eigenen Kunden.
Dabei bieten Kundenbewertungen, Unboxing-Videos und Produktfotos eine gute Möglichkeit, authentische Einblicke in deine Produkte zu geben und dich von anderen Marken abzuheben.
Um regelmäßig solche Inhalte zu erhalten, kannst du beispielsweise Kunden nach dem Kauf gezielt um Fotos oder Erfahrungsberichte bitten. Ein fester Ablauf erleichtert es dir, diesen Content langfristig in deine Social-Media-Strategie einzubauen.
E-Commerce Social Media Marketing: Unterschiede nach Branche
Welche Social-Media-Strategien funktionieren in welchen Branchen? Unsere Studie zeigt, dass sich die untersuchten E-Commerce-Marken je nach Produktkategorie deutlich unterscheiden – sowohl bei der Wahl ihrer Inhalte als auch bei den erzielten Interaktionen.
Im Folgenden stellen wir die Ergebnisse der sieben Branchen vor. Die Reihenfolge richtet sich nach der Anzahl der Interaktionen, die ein typischer Instagram-Beitrag in der jeweiligen Branche erzielt.

Beauty & Personal Care
Beauty-Marken erzielen auf Instagram und TikTok mehr Interaktionen pro Beitrag als alle anderen untersuchten Branchen. Dabei sind nicht nur einzelne besonders erfolgreiche Marken für das Ergebnis verantwortlich: Die meisten Beauty-Marken liegen über dem Instagram-Median der gesamten Studie.
Ein typischer Instagram-Beitrag aus dem Beauty-Bereich erzielt fast viermal so viele Interaktionen wie ein typischer Beitrag über alle untersuchten Marken hinweg.
Inhaltlich setzen Beauty-Marken vor allem auf zwei Kategorien: Produktneuheiten und Produkte im Einsatz. So zeigen sie ihrer Community nicht nur, welche Produkte neu auf dem Markt sind, sondern auch, wie diese angewendet werden und welche Ergebnisse sie liefern.
Wenn du Kosmetik- oder Pflegeprodukte verkaufst, lohnt es sich deshalb, neue Produkte regelmäßig mit Anwendungsvideos und praktischen Beispielen zu kombinieren.
Outdoor- und Fitnessausrüstung
Marken aus dem Outdoor- und Fitnessbereich setzen besonders stark auf Produktneuheiten. Fast 40 % ihrer Beiträge beschäftigen sich mit neuen Produkten, Farbvarianten oder saisonalen Kollektionen.
Bei den Interaktionen auf Instagram und TikTok belegt die Branche direkt hinter Beauty den zweiten Platz.
Wenn du Sport- oder Outdoor-Ausrüstung verkaufst, kannst du neue Produktvarianten gezielt für deine Content-Planung nutzen. Schon eine neue Farbe oder eine saisonale Kollektion bietet dir einen Anlass, dein Sortiment erneut vorzustellen.
Fashion & Apparel
Modemarken veröffentlichen auf Facebook ungefähr genauso viele Beiträge wie auf Instagram. Die Ergebnisse unterscheiden sich allerdings deutlich: Ein typischer Instagram-Beitrag erzielt fast hundertmal so viele Interaktionen wie ein Facebook-Beitrag.
Für Modemarken mit begrenzten Ressourcen könnte es sich deshalb lohnen, sich stärker auf Instagram zu konzentrieren.
Dort setzen die untersuchten Marken vor allem auf Produktneuheiten und Lifestyle-Content. Statt Kleidungsstücke nur einzeln zu präsentieren, zeigen sie beispielsweise komplette Outfits oder wie sich bestimmte Teile im Alltag kombinieren lassen.
Consumer Tech & Gadgets
Marken aus dem Bereich Consumer Tech veröffentlichen auf Instagram weniger Beiträge als alle anderen untersuchten Branchen.
Interessant sind vor allem die Facebook-Ergebnisse: Obwohl ein typischer Beitrag dort nur wenige Interaktionen erzielt, stammt der Großteil aller Facebook-Interaktionen der Studie aus dieser Kategorie.
Das deutet darauf hin, dass einige wenige besonders erfolgreiche Beiträge die Gesamtzahlen stark beeinflusst haben.
Inhaltlich setzen Tech-Marken häufig auf Unterhaltung. Ein großer Teil dieser Beiträge geht allerdings auf den täglich veröffentlichten Podcast der Marke Hatch zurück.
Für deine Strategie bedeutet das: Prüfe zunächst, auf welchen Plattformen deine Zielgruppe tatsächlich mit deinen Inhalten interagiert, bevor du deine Ressourcen gleichmäßig auf alle Netzwerke verteilst.
Food & Beverage / CPG
Lebensmittel- und Getränkemarken verfügen auf Instagram und TikTok über das größte gemeinsame Publikum der Studie. Trotzdem erzielen ihre Beiträge im Vergleich zu den meisten anderen Branchen relativ wenige Interaktionen.
Beauty-Marken haben beispielsweise weniger Instagram-Follower, erreichen mit einem typischen Beitrag aber fast siebenmal so viele Interaktionen.
Das zeigt, dass eine große Followerzahl nicht automatisch zu einem hohen Engagement führt.
Bei ihren Inhalten konzentrieren sich Food-&-Beverage-Marken stärker auf Unterhaltung und aktuelle Trends als auf Produktneuheiten. Das passt zu Produkten, die regelmäßig gekauft werden und sich nicht ständig verändern.
Home Decor & Furniture
Möbel- und Einrichtungsmarken veröffentlichen mehr Lifestyle-Content als jede andere untersuchte Branche.
Dabei zeigen sie ihre Produkte häufig in vollständig eingerichteten Räumen, damit sich potenzielle Kunden besser vorstellen können, wie ein Möbelstück im eigenen Zuhause aussehen würde.
Zusammen mit Beiträgen, die Produkte im Einsatz zeigen, macht dieser Content fast die Hälfte aller Veröffentlichungender Branche aus.
Auf TikTok und YouTube sind Möbelmarken dagegen am wenigsten aktiv. Für deinen Onlineshop könnte das eine Gelegenheit sein, dich auf diesen Plattformen mit passenden Inhalten von der Konkurrenz abzuheben.
Tierbedarf
Marken aus dem Bereich Tierbedarf veröffentlichen weniger Beiträge über Produktneuheiten als alle anderen Branchen. Stattdessen setzen sie besonders stark auf Unterhaltung: Mehr als ein Drittel ihrer Beiträge gehört zu dieser Kategorie.
Das ist nachvollziehbar, denn Produkte wie Tierfutter oder Katzenstreu verändern sich vergleichsweise selten. Statt ständig neue Produkte vorzustellen, rücken die Marken deshalb die Tiere selbst in den Mittelpunkt ihrer Inhalte.
Wenn du Produkte verkaufst, die regelmäßig nachgekauft werden, kannst du mit unterhaltsamen Beiträgen für Abwechslung sorgen und deine Community auch dann ansprechen, wenn es gerade keine Neuheiten in deinem Sortiment gibt.
E-Commerce Social Media Marketing mit Metricool verwalten
Wer mehrere Social-Media-Accounts betreut, muss nicht nur regelmäßig Inhalte für verschiedene Plattformen erstellen und veröffentlichen, sondern auch deren Performance im Blick behalten. Besonders für kleine Teams bedeutet das einen hohen Zeit- und Arbeitsaufwand.
Mit Metricool kannst du deine Social-Media-Aktivitäten zentral verwalten und dir die Arbeit erleichtern:
- Beiträge auf mehreren Plattformen veröffentlichen: Lade deine Inhalte einmal hoch, wähle die gewünschten Netzwerke aus und passe die Beiträge für jede Plattform individuell an – einschließlich der passenden Call-to-Actions.
- Beiträge im Voraus planen: Plane deine Inhalte für mehrere Wochen und behalte alle geplanten Veröffentlichungen in einem übersichtlichen Kalender im Blick.
- Wettbewerber mit Metricool Studio analysieren: Finde heraus, welche Beiträge deiner Wettbewerber besonders erfolgreich waren. Frage Metricool Studio beispielsweise, welche Inhalte im vergangenen Monat die meisten Interaktionen erzielt haben. Das Tool erstellt auf Basis deiner Metricool-Daten einen Bericht mit Diagrammen, den du über einen Link teilen kannst.
Fazit: So startest du mit E-Commerce Social Media Marketing
Unsere Studie zeigt, dass viele E-Commerce-Marken eine ähnliche Strategie verfolgen: Sie stellen ihre Produkte in den Mittelpunkt, konzentrieren sich vor allem auf Instagram und verwenden ihre Inhalte mit kleinen Anpassungen auch auf anderen Plattformen. So können selbst kleinere Teams mehrere Social-Media-Accounts gleichzeitig betreuen.
Wenn du deine eigene E-Commerce Social Media Strategie entwickeln möchtest, solltest du zunächst herausfinden, auf welchen Plattformen Marken aus deiner Branche die besten Ergebnisse erzielen. Konzentriere dich auf dieses Netzwerk und mache Produktbeiträge zur Grundlage deiner Content-Strategie.
Ergänze regelmäßig Tutorials und Community-Beiträge, um dich von deinen Wettbewerbern abzuheben. Wenn du Inhalte auf mehreren Plattformen veröffentlichst, passe sie einschließlich ihrer Call-to-Actions an das jeweilige Netzwerk an.
Analysiere außerdem jeden Monat, welche Content-Arten besonders gut funktionieren. Vergleiche die Ergebnisse mit deinen üblichen Medianwerten und beobachte die Entwicklung über mehrere Monate, bevor du größere Änderungen an deiner Strategie vornimmst.
Erfahre, welche Beiträge am besten funktionieren
Finde mit Metricool heraus, welche deiner Beiträge auf den verschiedenen Social-Media-Plattformen die meisten Interaktionen erzielen.